Opgepikt – Halloween Kills

Par Pascal Steinwachs Article uniquement disponible en allemand

Sheesh! Einfach cringe, was derzeit in Luxemburg abläuft. Höchste Eisenbahn, unseren Pullunder anzuziehen. Der satirische Wochenrückblick von und mit Dr. Pascal Steinwachs.

Noch nicht ganz Wochenende

Diese verdammten Spielverderber*innen ! Da scheut unsere allseits geschätzte Polizei keine Kosten und Mühen, und karrt neben Unmengen von Stacheldraht, Wasserwerfern, gepanzerten Fahrzeugen und einigem martialischem Zeugs mehr auch einige Hundert im Nahkampf erprobte Kolleg*innen aus Belgien herbei, um die möglicherweise außer Rand und Band geratenden polnischen Bergarbeiter*innen, die vor dem EuGh (nicht zu verwechseln mit Urgh !) auf Kirchberg für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze protestieren, in Schach zu halten, und was geschieht? Nichts ! Die Bergarbeiter*innen sind brav wie die Lämmer*innen. Nicht mal einen klitzekleinen Zigarettenstummel haben sie auf den Boden geschmissen. Das Polizist*innenleben kann so traurig sein.

Es könnte sogar noch trauriger werden, soll Cannabis doch künftig (wobei „künftig“ in diesem Fall aber auch „irgendwann einmal“ heißen könnte, d. Red.) zu Hause für den Eigenbedarf angebaut und konsumiert werden dürfen, und weil zu Hause in den eigenen vier Wänden bedeutet, soll der Anbau – eine perfekte Eselsbrücke für unsere Polizei und unsere Justiz ! – sich ebenfalls auf vier Pflanzen pro Haushalt beschränken.

Von der ursprünglich versprochenen vollständigen Legalisierung von Cannabis zu Freizeitzwecken nimmt die Regierung indes Abstand, hat diese doch seit dem Abgang des Basta-Machers Etienne Schneider Angst vor der eigenen Courage bekommen, was aber nicht verhindert, dass sich gleich fünf Minister*innen ( !) zur bahnbrechenden Cannabis-Pressekonferenz einfanden, die in etwa zur gleichen Zeit abgehalten wurde, in der die polnischen Bergarbeiter*innen hinter Bergen von Stacheldraht ausharren mussten.

Staatspremier Bettel war leider nicht dabei, denn der musste unser Land beim EU-Gipfel in Brüssel vertreten, wo es diesmal Gott sei Dank nicht ganz so langweilig war wie sonst, verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs doch Deutschkanzlerin Dr. Merkel, die bei dieser Gelegenheit von Xavier Bettel als „Kompromissmaschine“ bezeichnet wurde, wobei die „Kompromissmaschine“ extra lecker Kuchen aus Berlin mitgebracht hatte.

Sogar der sonst so machohafte EU-Ratspräsident Charles Michel, bei dem die Frauen normalerweise nicht mal einen Stuhl bekommen und stattdessen direkt auf das Sofa verbannt werden, konnte seine Emotionen nicht verbergen. Europäische Gipfel ohne Merkel, das sei wie Rom ohne Vatikan und wie Paris ohne Eiffelturm : „Sie sind ein Monument“, trauert Michel Dr. Merkel jetzt schon nach.

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