Opgepikt - Geschichte schreiben

Par Pascal Steinwachs Article uniquement disponible en allemand

Honig ums Maul, Eier in Rotweinsoße und Haare am Po. Der satirische Wochenrückblick von und mit Pascal Steinwachs.

Wochenende

Endlich Allerheiligenferien, endlich mal wieder ein klein bisschen die Seele baumeln lassen. Das taten ausnahmsweise auch einmal wir (*), die wir das lange Wochenende nach langer Zeit mal wieder – Corona ist ja Gott sei Dank so gut wie vorbei – außerhalb des Inlands verbrachten.

Bei uns, die wir das Bildungsbürgertum bereits mit der Muttermilch, pardon, mit der Milch der „personne qui a accouché l’enfant“ aufgesaugt haben, schaukelt die Seele am besten, wenn wir Kultur gucken, Kultur hören oder Kultur riechen, so dass wir im Gegensatz zu unseren Politiker*innen, die natürlich wissen, was bei ihren potenziellen Wähler*innen gut ankommt, auch keine Bilder von prächtig gefärbten Blättern auf Meta & Co. posten, sondern ausschließlich irgendwelches Kulturzeugs.

Kultur verhindert jedoch nicht, dass man irgendwann auch mal harnen muss, und bei der Warterei auf die Harnerei kamen wir in der Schlange zum Lokus mit einem älteren Herrn ins Gespräch, der, nachdem er uns gefragt hatte, wo wir denn herkämen, zuerst irgendwas mit Luxemburg ist klein, aber fein sagte, um dann von Jean-Claude Juncker zu schwärmen, ein Politiker, den er immer sehr respektiert habe.

Sowas aber auch : Da ist der Kerl schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr am politischen Ruder, gilt in der großen, weiten Welt aber immer noch als bekanntester Luxemburger. Dass Juncker aber auch monumentale Niederlagen erlitt, wurde uns jedoch nur einige Stunden nach unserem Klogespräch in Erinnerung gerufen, als wieder mal an der Uhr gedreht wurde.

Dabei hatte er sich, als er noch Präsident der EU-Kommission war, nach einer entsprechenden Bürger*innenbefragung für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen : „Die Menschen wollen das, wir machen das“. Nun ja, Juncker ist weg, die dämliche Zeitumstellung ist immer noch da.

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