Willkommen auf Kréiwénkel!

Von Laura TomassiniMarc Lazzarini

Von Ettelbrück nach Gilsdorf: Im Sommer ist das Lycée Technique Agricole mit Sack und Pack auf ein neues Gelände umgezogen. Für die „Ackerbauschoul“ war es Zeit für einen Wechsel und der damit einkehrende frische Wind, weht nun auf 15 Hektar im Grünen.

Wie eine mittelalterliche Burg thront das neue Gebäude des Lycée Technique Agricole (LTA) auf der Anhöhe von Gilsdorf, mit Blick auf das benachbarte Diekirch. Die Adresse der „Ackerbauschoul“ lautet nicht länger 72 Avenue Lucien Salentiny, wie sie es seit 1932 in Ettelbrück zu tun pflegte, sondern nunmehr 1 Kréiwénkel. Mit der Änderung des Standorts hat sich auch der Alltag am Schulcampus geändert, denn größere Räumlichkeiten, neue Ausbildungsmöglichkeiten und mehr Platz für Praxis bilden den Grundpfeiler für ein noch besseres Lernen.

Die Lage über den Dächern der Nordstadt-Gemeinde mag zwar an feudale Zeiten erinnern, die Baut an sich ist hingegen erfrischend modern, wenn man sie mit ihrem langjährigen Vorgänger in Ettelbrück vergleicht. Große Fenster, helle Holzkonstruktionen und Technik, die neue Türen eröffnet, sorgen für wiedererweckte Motivation im LTA, denn so macht Schule Spaß. „Es herrscht wieder mehr dieses Schulfeeling, man merkt den Lehrern die Lust am Unterrichten richtig an und es ist allgemein durch die Technologien einfach viel mehr möglich in den Kursen“, findet Schülerin Nina Rommes. Die 18-Jährige besucht derzeit eine Abiklasse für Naturwissenschaften und sollte ihr letztes Jahr eigentlich in Ettelbrück verbringen.

Die kleinen Wehwehchen eines Neustarts

Der Wechsel gefällt Nina, auch wenn dieser bedeutet, dass sich ihr Schulweg um Einiges verlängert hat: „Ich wohne in Perl bei Martelingen und fahre mit dem Bus nun anderthalb Stunden. Das mit den Shuttlen klappt leider noch nicht so wie es soll, deshalb wechsle ich zwischen öffentlichem Transport und Auto.“ Um die „kleinen Kinderkrankheiten“ beim Thema Anfahrt weiß ebenfalls LTA-Direktor Tom Delles. Mitunter Parkplätze sind aktuell ein wunder Punkt des neuen Standorts, denn die Lage im Grünen hat zwar viele Vorteile, jedoch auch den ein oder anderen Haken. „Wir sind dabei eine Umfrage in den Klassen durchzuführen, um herauszufinden, wo und wann Busse benötigt werden. Das ist der Nachteil hier und durch die Bauarbeiten in Diekirch wird dieser noch verschärft. Wir arbeiten aber mit dem Transportministerium an einer Lösung“, so Delles.

Die nur knapp 100 Parkplätze vor Ort sorgen seit der Rentrée für Diskussionsstoff, denn durch ihre gewollte Abgelegenheit verpflichtet die Ackerbauschule zahlreiche Schüler*innen und Lehrkräfte, sich morgens ins Auto zu setzen, um zum Unterricht zu kommen. „Als das Projekt in Planung ging, waren überhaupt keine Parkplätze vorgesehen, dagegen hat die Direktion sich allerdings gewehrt“, verrät der Direktor. Die Stellplätze wären zwar zu wenig, dennoch besser als Nichts und vor allem gratis. „In Ettelbrück haben viele Schüler ihr Auto aufs Parking Deichwiesen geparkt und sind den Rest des Weges zu Fuß gelaufen. Ich will nicht wissen, wie viel Geld sie für Parktickets bezahlt haben.“

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