Von der Straße nach Olympia

Von Laura TomassiniLex Kleren

Seit den 80er Jahren hat Breakdance als Tanzstil seinen Weg nach Luxemburg gefunden. 2022 ist es in der hiesigen Szene zwar ruhiger geworden, dennoch bereiten sich einige B-Boys und B-Girls im Hintergrund auf ein Event vor, das dem Breaking neuen Elan verleihen könnte – sie wollen nach Olympia.

Bereits im Flur schallen die rhythmischen Beats lauter Hip-Hop-Musik aus einem der Tanz- und Fitnesssäle einem entgegen. Die Tür öffnet sich und mit ihr der Schritt in eine eigene Welt. Von den Kleidern her erinnert der Stil an die späten 80er, die Bewegungen hingegen sind seither schneller geworden, mit mehr Raffinesse und Übergängen. Teilweise auf den Händen, teilweise aufrechtstehend üben die Jungs von Break Even ihre Moves, denn in den kommenden zwei Jahren wollen die B-Boys bereit sein für Olympia.

2016 wurde vom Internationalen Olympischen Komitee entschieden, Breakdance als Disziplin in die Olympischen Jugendspiele 2018 in Buenos Aires aufzunehmen. Die Darbietungen beim weltweit bekannten Sportwettbewerb waren dabei so überzeugend, dass 2024 nun auch die Erwachsenen bei den Spielen in Paris ihr Können unter Beweis stellen dürfen. Daran teilnehmen wollen ebenfalls einige von Luxemburgs Breakdancern, in der Szene B-Boys genannt. „Wir wollen wenigstens einen aus unseren Reihen nach Frankreich schicken, um dort unsere Farben zu vertreten“, verkündet Brandon Konrad, der sich selbst B-Boy Be-One nennt.

Fragen um Fragen

Gemeinsam mit B-Boy Spirito (Daryll Chimento), B-Boy Sayan (Geoffrey Galland), B-Boy Tarito (Taras Dooley), B-Boy Igorzfeel (Igor Filimonov), B-Boy HAT (Huitiang Zhan) und B-Boy Daniel (Dooley), der seinen finalen Tänzernamen noch auswählen muss, trainiert der 29-Jährige mehrmals wöchentlich im Studio in Beggen, um sich für 2024 vorzubereiten. Dabei stehen der Gruppe noch viele Fragen offen, denn Gespräche mit der DanceSport Federation Luxembourg (DSFL) sowie dem Comité Olympique et Sportif Luxembourgeois (COSL), welches für die Organisation der Teilnahme von luxemburgischen Athlet*innen an den Olympischen Spielen zuständig ist, stehen derzeit noch aus.

„Wenn wir in Paris mitmischen wollen, dann müssen wir durch die Qualifikation, wir brauchen eine Kadersetzung, den Beitritt in die nationale Tanzföderation und wir müssen eine ordentliche Vorbereitung ausarbeiten. Zurzeit wissen wir aber noch gar nichts“, so Brandon. Von der DSFL habe der Sprecher der Gruppe bis dato noch gar keine Rückmeldung erhalten, mit Raymond Conzemius, dem Technischen Leiter des COSL, treffe man sich nun endlich im September. Dieser äußerte sich im Interview gegenüber dem Lëtzebuerger Journal mit geteilten Gefühlen zum Thema: „Wir stehen dem Vorhaben grundsätzlich sehr positiv entgegen, denn wir fördern gerne die Entwicklung neuer Sportarten und Paris kann eine Möglichkeit für Luxemburg sein.“

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