Unterwegs im Rudel, die Vielfältigkeit im Gepäck

Von Laura TomassiniGilles Kayser

Selfies mit Pfötchen auf der Schulter, Auftritte beim World Body Painting Festival, Punkte-Tattoos gestochen mit der Hand – wer Aimée Frieden auf Instagram folgt, dem wird gleich klar, dass die Welt der Luxemburgerin mit vielen Farben und Facetten gespickt ist, denn die 30-Jährige trägt mehrere Kappen, und zwar alle gleichzeitig.

„Ich teste gerne viele verschiedene Dinge und höre nie wirklich auf zu lernen“, meint Aimée Frieden mit einem Schmunzeln, als sie beim Interview von ihren zahlreichen Jobs und Hobbys erzählt. Hauptberuflich arbeitet die 30-Jährige als Hundeverhaltenstrainerin in Luxemburg, daneben jobbt sie als Tätowiererin in Holland, vermittelt Welpen in Südostasien, modelt, zeichnet, und wird bald bei einer Dating-App aktiv – im beruflichen Sinne. Gemeinsam mit ihren zwei treuen Begleitern Koda und Kenai – einer neun Monate alten Thailand-Hündin und einem zwölf Jahre alten Straßenrüden aus Spanien –  ist die gelernte Hundetrainerin an vielen Orten zuhause, denn sie geht dahin, wohin der Wind sie trägt.

Eine knappe Woche nur ist Aimée bei ihren Eltern in Luxemburg, bevor es weiter in ihre Zweitheimat nach Holland geht. Davor war sie längere Zeit auf der thailändischen Insel Koh Phangan, die sie seit sechs Jahren mehrmals jährlich bereist, um hier ihrer großen Leidenschaft nachzugehen: der Verhaltenstherapie mit Hunden. „Ich bin regelmäßig in Thailand, um hier mit den Straßenhunden zu arbeiten. Mit ihnen macht mir mein Job am meisten Spaß, denn sie haben ein viel weniger rassenspezifisches Verhalten als unsere Hunde in Europa, sind eigenständiger und meist ein komplettes Überraschungsei – genau wie Mischlinge: man weiß nie, was man erhält“, erklärt die Trainerin.

Der Weg der Hoffnung

Mehr als zehn Jahre praktische Erfahrung kann sich Aimée bereits anrechnen, daneben hat sie ein Studium in der Tierpsychologie absolviert und sich in der Schweiz auf die menschenfreundlichen Vierbeiner spezialisiert. „Ich hatte selbst mein ganzes Leben lang Hunde und habe es schon immer geliebt, sie zu beobachten und ihr Verhalten zu analysieren. Als ich irgendwann dann die Schule abbrach, fragte mein Vater mich, was ich denn machen wolle und er war es schließlich auch, der mich in die Richtung des Hundetrainings gepusht hat.“ Schon als kleines Kind habe Aimée sich für alles Wilde interessiert und im Laufe der Zeit festgestellt, dass ihr Draht zu den Tieren sich nicht nur auf ihre eigenen Hunde beschränkt.

Nach und nach fing die junge Luxemburgerin mit philippinischen Wurzeln also an, die Fellnasen von Freund*innen und Bekannten zu trainieren und es entstand ihr eigenes kleines Universum: Pandoga. „Es ist eine Referenz an die Geschichte der Pandora-Büchse. Als sie geöffnet wurde, wurde alles Böse in die Welt entlassen, so dass sie schnell wieder verschlossen wurde. Das einzige, was dabei übersehen wurde, war die Hoffnung, die ebenfalls in ihr eingeschlossen blieb. Und genau diese Hoffnung gegenüber den Hunden will ich den Menschen mit meinem Training wiedergeben, deshalb auch das Mittelstück ‚dog‘.“ Es gebe viele verschiedene Hunde mit vielen verschiedenen Problemen, die sich allerdings mit der richtigen Technik und einigen Verhaltensänderungen lösen lassen, so Aimée.

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