Schluss mit sprachlos: Trans* Menschen haben mehr verdient

Von Sarah RaparoliLex Kleren

Sprache ist Macht und formt unsere Gedanken. Sie ist dennoch flexibel und sollte gendergerecht benutzt werden, damit alle Menschen mitgedacht werden.

Eine geschlechtersensible Sprache sei längst überfällig und könne als sprachliches Mittel sehr wohl zur Sichtbarkeit und Gleichstellung aller Geschlechter beitragen. Im Gespräch mit dem Lëtzebuerger Journal erzählt Sheila von ihrer Tochter Charlie. Charlie ist ein trans* Mädchen. Die Mutter berichtet sowohl von großen Hürden als auch von positiven Erfahrungen und erklärt, was es heißt, ein Kind mit dem sogenannten toten Namen anzusprechen.

Wenn Sheila von ihrer Tochter erzählt, wird deutlich, wie stolz die Mutter ist: „Ich ziehe jeden Tag den Hut vor meinem Kind“. Charlie ist acht Jahre alt und Transgender. Von heute auf morgen habe sie sich vor die Klasse gestellt und erklärt, dass ihr Körper zwar aussehe wie der eines Jungen, ihre Seele sei aber die eines Mädchens. Mit sechs Jahren hat sich Charlie öffentlich geoutet - ein banaler Spaziergang als Mädchen im Dorf, so ihre Mutter. Bis dahin sei es ein langer Weg gewesen, der für die Familie noch heute aus vielen Hürden bestehe. Denn außerhalb des schützenden Zuhauses sei das Unverständnis weiter groß.

Mit anderthalb Jahren habe Charlie lieber mit Puppen als mit Autos gespielt. Sie habe Röcke gemocht und ihre Mutter gefragt: „Warum bin ich kein Mädchen?“ Anfangs habe der Gedanke im Raum gestanden, ob das Kind homosexuell sei, so Sheila. „Unser Kind war schon immer anders“, aber auch wenn es so gewesen wäre, hätten die Eltern dies nie negativ beurteilt. Anschließend habe es bessere oder schlechtere Perioden gegeben, bis feststand, dass Charlie nicht homosexuell sei. Die Eltern hätten angefangen, sich zu informieren und so seien sie schließlich auf den Begriff Transgender gestoßen.

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