Opfer des eigenen Erfolgs

Von Audrey SomnardLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

„Hast du Einkaufstaschen mitgenommen?“ Das ist oft die Frage, die in letzter Minute gestellt wird, wenn wir einkaufen gehen. Es ist nun fast 15 Jahre her, dass wiederverwendbare Taschen ihren Einzug in Luxemburgs Supermärkte hielten. Das Bezahlen für die Einkaufstasche ist mittlerweile weit verbreitet. Aber gilt das auch für ihre Wiederverwendung? Das kann man anzweifeln.

Sie befinden sich am Ende der Supermarktkassen. Es gibt diejenigen, die ihre Öko-Beutel mitgebracht haben, und es gibt die Zerstreuten. Diejenigen, die immer eine gute Ausrede haben, warum sie ihre Taschen zu Hause oder im Auto gelassen haben. Also fragen sie an der Kasse nach einer oder zwei, schließlich macht sich das kaum auf der Rechnung bemerkbar. Bis in die 90er Jahre stellten sich die Verbraucher*innen keine Fragen, Supermärkte stellten kostenlos Einwegtüten zur Verfügung: Sobald die Einkäufe zu Hause ausgepackt wurden, stapelten sich die Tüten und wurden oft als Müllbeutel verwendet.

Inzwischen ist der Kampf gegen Einwegplastik eröffnet. Im Jahr 2002 war Bangladesch das erste Land der Welt, das Plastiktüten verbot. In Europa war es Dänemark, das 1994 den Kampf gegen Plastiktüten mit einer Steuer einleitete, die dazu beitrug, deren Gebrauch zu reduzieren. „Einwegtüten gehen kaputt und landen durch den Wind schnell in der Umwelt“, stellt Dr. Elorri Igos fest, Umweltforscherin am Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST).

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