Noch mehr geologischen Schätze des Müllerthal kommen ins Schaufenster

Von Misch Pautsch

Der UNESCO-Geopark Müllerthal wächst um zwei Gemeinden und muss sich neu bewerben. Dabei zeigt sich: Die Region birgt geologische Schätze, die Millionen Jahre alt sind. Manche sind so wertvoll, dass der Park sie bewusst nicht ausschildert. Ein Ortsbesuch mit einer Geologin zwischen Steinzeitspuren und Vandalismus.

"Das hier … " Geologin Dr. Birgit Kausch hebt ein Steinchen vom staubigen Boden auf, etwa so groß wie ein Reiskorn: "… ist Eisenerz aus dem Süden des Landes." Wir stehen auf einem flachen Feld bei Reisdorf im Osten, das Teil des UNESCO Global Geoparks Müllertal werden soll. Eisenerz würde man hier eigentlich nicht erwarten. Oder doch? "Das muss von der Alzette in die Sauer gespült worden, und irgendwann hier liegengeblieben sein. Große Lagerstätten von diesem Erz wurden von Bauern im 18. und 19. Jahrhundert als Winterarbeit gesammelt. Einer unserer Geosites in Fischbach ist die 'Aal Schmelz', ein Hochofen in dem mit Holzkohle aus dem Wald solche Steine verarbeitet wurden." Es ist das perfekte Beispiel für das Ziel des Parks, so Kausch: "Zeigen, was hier ist, wieso es hier ist und was der Mensch damit gemacht hat."

Der Boden, auf dem wir laufen

Das Müllerthal braucht, als eine der bekanntesten Regionen des Landes, wenig Vorstellung. Seine diversen Landschaften, Wanderwege und ein breites kulturelles Angebot machen es zu einem der wichtigsten Tourimagneten des Großherzogtums. Wer "Mëllerdall" sagt, denkt, gutem Branding sei dank, fast immer automatisch "Naturpark" mit. Doch auf den Logos und Infoblättern prunkt mittlerweile immer ein zweites Wörtchen: Geopark.

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