Leadership im Wandel: Warum gute Chefs gecoacht werden

Von Laura TomassiniLex Kleren

In der heutigen Wirtschaft sind Coachings längst kein Nice-to-have mehr, sondern ein zentrales Werkzeug moderner Unternehmensführung. Auch bei Ferber hair&style gehört die gezielte Begleitung von Verantwortlichen ebenso zum Alltag wie fachliche Weiterbildung. Was dies bringt und welchen Tipp ein Coach allen Führungskräften gibt – ob im privaten oder öffentlichen Sektor.

139 Mitarbeiter*innen, 14 Manager*innen und zwischen zehn und 15 Auszubildende pro Jahr: Mit der Leitung von Ferber hair&style haben Laura und Lionel Ferber alle Hände voll zu tun, denn im 1928 gegründeten Familienunternehmen herrscht kein Tag Stillstand. Als Besitzer*innen der Firma muss sich das Geschwisterpaar nicht nur um die strategische Planung, das Finanzmanagement und die Kund*innenzufriedenheit kümmern, sondern vor allem auch ums Personal, ohne das der Betrieb nicht laufen würde. Jedes Jahr werden neue Friseur*innen ausgebildet, doch Lernen steht nicht nur auf den unteren Stufen der Karriereleiter auf dem Programm – Fortbildungen erhalten alle, auch in der Chefetage.

"Wir sind zwar in Lockenwicklern geboren, hatten nach der Uni aber keine Praxiserfahrung, dazu sind wir wie Yin und Yang und im Charakter sehr verschiedenen", sagt Lionel Ferber, der den Generationenwechsel im Betrieb als Challenge erlebte. Neun Jahre habe die Übergangsphase gedauert. Ein Schlüsselelement für den finalen Erfolg sei das Mindset des Unternehmens gewesen, nämlich, dass man sich ständig weiterbildet. "Wir haben an vielen Programmen teilgenommen und wurden gecoacht, was für uns und unsere Teams eine große Hilfe war", so Laura Ferber.

Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Eine wichtige Ansprechpartnerin war von Anfang an Anabela Dias, die Direktorin und gleichzeitig "Support Managerin" von Ferber, die seit über 35 Jahren im Betrieb ist. "Mein beruflicher Parcours ist relativ atypisch, denn ich bin eigentlich gelernte Friseurin, habe die ersten 24 Jahre aber im Verkauf gearbeitet und bin durch viele interne Weiterbildungen und externe Coachings nun hier." Selbstvertrauen, Respekt, Wirksamkeit, vor allem aber Empathie und ein offenes Ohr, all diese Kompetenzen musste sich Dias aneignen, um wiederum selbst andere coachen zu können. Sie habe sich schon immer für Menschen interessiert, in den Coachings jedoch gelernt, ihrem eigenen Können zu vertrauen und dies auch an andere weiterzugeben: "Ich war fasziniert davon, wie Coaches mit dieser Leichtigkeit reden und es schaffen, dass alle ihnen zuhören und mitmachen. Das wollte ich auch."

Man müsse lernen, glaubwürdig zu sein und seinen Leuten die Tools in die Hand zu geben, die sie brauchen, um selbst Lösungen zu finden, denn die meisten Antworten liegen schon parat. Gecoacht wird deshalb sowohl intern als auch durch externe Berater*innen. So hat Ferber 2023 am Programm "Fit4Service" des Wirtschaftsministeriums zusammen mit Luxinnovation teilgenommen, um eine externe Evaluierung zu erhalten. "Wir versuchen, alle zwei, drei Jahre solche Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen, jedes Semester führen wir aber auch mit unseren Managern interne Evaluierungen durch und diese tun dasselbe mit ihren Teams", erklärt Lionel Ferber.

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