Die Underdogs, die Wohnen in Luxemburg bezahlbar machen wollen

Von Christian Block, Lex Kleren, Misch Pautsch

Vereine und Stiftungen bauen quer durchs Land bezahlbare Wohnungen. Aber der Sektor ist klein und stößt an finanzielle Grenzen. Dabei könnte er, wenn er groß genug wird, eines Tages sogar die Mietpreise drücken.

Eine alleinerziehende Mutter, die in Teilzeit arbeitet.

Ein geflüchteter Afghane, der im Handwerk Arbeit gefunden hat

Eine 20-Jährige, die ihr Leben wieder in den Griff bekommen will und neben Abendkursen in einem Laden aushilft.

Unterschiedliche Lebensgeschichten, aber dasselbe Problem: Selbst mit Arbeit kann die Wohnungssuche in Luxemburg aussichtslos sein. Etwas daran ändern wollen Non-Profit-Organisationen. Sie sind klein und heterogen, bauen, kaufen und renovieren aber quer durchs Land Wohnungen – mit einem Ziel: mehr bezahlbaren Mietwohnraum zu schaffen.

Das altehrwürdige Luxemburger Rote Kreuz beispielsweise schafft bezahlbaren Wohnraum für Menschen in prekären Lebenssituationen, die bereits von seinen sozialen Diensten begleitet werden. Während das Rote Kreuz Wohnungen für bestimmte Zielgruppen schafft, steht der Wohnraum bei der Life asbl grundsätzlich allen Interessierten offen. Seit 2018 hat der Verein rund 20 Einfamilienhäuser erworben und an Wohngemeinschaften vermietet. Zusätzlich verwaltet die gemeinnützige Organisation laut ihrem Vorstandsmitglied (und zukünftigem déi Lénk-Abgeordneten) Gary Diderich knapp 60 Häuser in der sozialen Mietverwaltung. Inzwischen wagt sie sich sogar an Neubauprojekte (siehe Infobox).

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