Der Tausendsassa

Von Pascal SteinwachsLex Kleren

Christophe Unkelhäusser ist ein Mann mit vielen Interessen und einem langen Atem. Seit 30 Jahren bei Radio Ara aktiv, hat er ein Lexikon der einheimischen Musikszene geschrieben, arbeitet mit sozialen Randgruppen zusammen und interessiert sich für Geschichte, Archäologie und … Glockengießen.

„Den Unki ass en Gudden.“ So oder so ähnlich heißt es unisono, wenn von Christophe Unkelhäusser die Rede ist, den alle nur Unki nennen. Bekannt ist er vor allem durch die von ihm initiierte Radiosendung Bloe Baaschtert, die ausschließlich der Luxemburger Musikszene gewidmet ist, und die es nun schon seit 1998 bei Radio Ara gibt.

In den vergangenen Tagen tauchte der Name Unkelhäusser jedoch auch im Zusammenhang mit der Herstellung einer sogenannten Bienenkorbglocke für den aktuell verwaisten Glockenturm der Kirche in Stolzemburg auf – für Unki eine Herzensangelegenheit.

Der Nachwelt etwas hinterlassen

Für dieses Unterfangen wusste Unkelhäusser, der seit 2010 selbst in der idyllisch oberhalb Viandens gelegenen Ortschaft wohnt, einen Großteil der Dorfbewohner*innen zu begeistern, wie wir bei unserem Besuch zwei Tage vor dem geplanten Glockenguss feststellen konnten. Die Idee, zum ersten Mal in Luxemburg eine Glocke aus Kupfer und Zinn nach der Methode eines Benediktinermönchs aus dem 12. Jahrhundert herzustellen, geht nämlich auf Unki zurück, war Stolzemburg durch seine frühere Kupfergrube doch ehemals eng mit dem Abbau von Kupfer verbunden.

Nachdem die Arbeiten der Glockenanfertigung bereits Ende Juni in Stolzemburg aufgenommen wurden, und das interessierte Publikum die ganze Zeit über die Gelegenheit hatte, die Herstellung der Glocke in allen Einzelschritten vor Ort mitzuverfolgen, sollte der eigentliche Glockenguss am Vorabend von Maria Himmelfahrt erfolgen, konnte dann aber doch nicht abgeschlossen werden, da die erforderliche Temperatur von 1.100 Grad nicht erreicht wurde.

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