All That Remains

Von Maxime WeberLex Kleren Für Originaltext auf Englisch umschalten

In den späten 2000er/frühen 2010er Jahren entstand im Großherzogtum eine junge und engagierte DIY-Szene, die Metal mit Hardcore-Punk verschmolz. Wir haben mit Musikern gesprochen, die damals loslegten, um herauszufinden, was diese oft übersehene Ära der luxemburgischen Musikgeschichte so bemerkenswert machte - und was heute davon übriggeblieben ist.

In letzter Zeit hat sich die Wahrnehmung der 2000er Jahre als eine Art "kulturelles Vakuum" ohne besondere Merkmale verschoben. Vor allem die Musik dieser Ära wird heute als bahnbrechend neu bewertet. Das liegt vor allem daran, dass es eine Zeit war, in der viele Genregrenzen eingerissen wurden - was damals noch nicht so weit verbreitet war wie heute. Eines der besten Beispiele dafür ist das Metalcore-Genre. Während die Wurzeln dieses Hybridgenres, das Metal mit Hardcore-Punk verbindet, bereits in den 80er und 90er Jahren zu finden sind, begann es erst Mitte der 2000er Jahre mit Bands wie Bring Me the Horizon, Bullet for My Valentine, As I Lay Dying und vielen anderen an globaler Popularität zu gewinnen.

Der Erfolg des Genres in dieser Zeit inspirierte junge Musiker*innen überall auf der Welt, ebenfalls Metalcore-Bands zu gründen. Luxemburg war da keine Ausnahme. Die erste Welle des luxemburgischen Metalcore begann Mitte bis Ende der 2000er Jahre und umfasste Bands wie Everwaiting Serenade (gegründet 2005), Black Out Beauty (2006), Miles To Perdition (2007) und Falling Promises (2008). Die anhaltende Popularität dieser Bands und der weltweite Aufstieg des Deathcore-Subgenres - ein Ableger des Metalcore, der Death-Metal-Elemente in die Musik einbrachte - brachte um die Jahrtausendwende eine zweite Welle mit unzähligen neuen Gruppen wie We Knew John Doe (2010), Kill The Innocent (2010), Inhuman Rampage (2010), Arkaeon (2011), Order of the Oceans (2011) und Awakening the Seasons (2012) hervor. Mitte der 2010er Jahre begann der luxemburgische Zweig der Subkultur jedoch plötzlich zu schrumpfen. Die meisten Gruppen wurden inaktiv und es wurden immer weniger Konzerte organisiert, bis die einst blühende lokale Metalcore-Gemeinde fast verschwand.

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