Eltern wollen alles richtig machen – und fühlen sich dabei oft allein. Mit den Elternforen will der Staat Orte schaffen, an denen Mütter und Väter andere Eltern treffen, Fragen stellen und Unterstützung finden. Ortsbesuch in Lorentzweiler.
Kurz nach 14.00 Uhr setzen sich Kinder und Eltern auf dem Boden in einen Kreis. Es ist ein großer offener Raum mit verschiedenen Sitz- und Spielecken hier und da. Renée Fretz begrüßt etwa ein Dutzend Eltern und Kinder. Dann beginnt das erste gemeinsame Spiel. Kinder und Eltern, darunter auch ein paar Väter, gehen im Kreis. Wenn die Musik leiser wird, müssen sie sich einen Ball aus dem großen Korb aus der Mitte schnappen und weiterlaufen – und nach und nach so viele Bälle tragen, wie sie nur können.
Während die Kinder spielen, tun die Erwachsenen etwas, das ihnen im Alltag oft fehlt: Sie treffen andere Eltern, tauschen Erfahrungen aus und merken, dass ihre Fragen nicht ungewöhnlich sind.
Ziel der Elternforen sei es, einen Safe Space für Eltern zu schaffen. "Durch die Aktivitäten, durch das Beisammensein entsteht das Gespräch, […] wo die Eltern dann manchmal noch etwas länger bleiben und eine Frage stellen oder nach einem individuellen Gespräch fragen", erklärt Dirk Falkenstein. Der Sozialpädagoge hat in seiner vorherigen Berufserfahrung "intensive" Situationen mit Familien erlebt. Situationen, in denen schon einiges in der Familiengeschichte in Schieflage geraten war. Der Gedanke, präventive Elternarbeit leisten zu können, hat ihn zu den Elternforen gebracht.
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