Mutterschafts"urlaub"? Von wegen, sagt Yasmine Kauffmann

Von Melody Hansen, Lex Kleren

Kein Dorf, keine Großeltern, dafür schlaflose Nächte: Yasmine Kauffmann erzählt auf Instagram ungeschminkt von ihrem ersten Jahr als Mutter. Ein Gespräch über Einsamkeit im Elternurlaub, wie es ist, ein Kind ohne familiäres Netzwerk großzuziehen – und was frischgebackenen Eltern wirklich hilft.

Drei Tage nach der Geburt steht Yasmine Kauffmann mit ihrer Tochter vor der Tür des Krankenhauses, in dem sie entbunden hat. Sie darf nach Hause – und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Da ist zwar ihr Mann, aber das Gefühl bleibt: "Du bringst dein Kind auf die Welt, und dann heißt es: Ciao – und du hast keine Ahnung."

Die Zeit nach der Geburt empfindet sie zum Teil als isolierend. "Man fühlt sich sehr allein auf der Welt. Das Leben draußen läuft weiter, die Leute arbeiten und du bist allein zuhause." Mutterschafts- und Elternurlaub nennt sich das. Dabei sei die Zeit "alles andere als Urlaub", regt Yasmine sich über den Begriff auf. "Du bist allein mit deinem Kind, egal ob du geschlafen hast oder jede Stunde wach warst, du musst den Tag überstehen – und du bist für das Leben eines Menschen verantwortlich."

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