Gernsbacks Land

Von Maxime WeberLex Kleren Für Originaltext auf Englisch umschalten

Obwohl Luxemburg der Geburtsort des Vaters der Science-Fiction ist, ist es nicht gerade für Werke bekannt, die sich mit futuristischen oder fantastischen Themen beschäftigen. Dies beginnt sich jedoch langsam zu ändern, wie eine neue Generation von Künstler*innen zeigt.

Vor nicht allzu langer Zeit (1884), an einem gar nicht so weit entfernten Ort (Luxemburg-Stadt), wurde der Schriftsteller, Verleger und Erfinder Hugo Gernsback geboren. Wie der Dokumentarfilm „Tune Into The Future” aus dem Jahr 2020 über sein Leben zeigt, sollte Gernsback, der mit 19 Jahren in die USA zog, nicht nur über 80 verschiedene Erfindungen patentieren (darunter ein Gerät, mit dem schwerhörige Töne mit den Zähnen wahrnehmen konnten). Er gab auch das allererste Science-Fiction-Magazin heraus. „Ich fühlte mich anfangs wegen seiner Exzentrik und den schrägen Anekdoten von der Figur angezogen. Natürlich auch wegen der Tatsache, dass ein Popkultur-Phänomen wie Science Fiction von einem Luxemburger erschaffen werden konnte - es gab offensichtlich eine spannende Geschichte zu erzählen”, erklärt Eric Schockmel, der Regisseur von „Tune Into The Future” per E-Mail. Mit einer Mischung aus Archivmaterial, Interviews und faszinierenden Animationen im Stile von Frank R. Paul - der die Illustrationen für Gernsbacks Zeitschriften anfertigte - zeichnet Schockmel das Porträt eines Mannes, der seiner Zeit weit voraus war. Gernsback sagte nicht nur Technologien wie Radar und Auswirkungen der Telekommunikation auf unser gesellschaftliches Leben voraus, sondern die Geschichten in seinen Magazinen dienten auch dazu, das unendliche Potenzial der Science Fiction, gesellschaftliche Normen wie Geschlechterstereotypen mit Hilfe fantasievoller Erzählungen zu unterlaufen.

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